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Aus der Not..., in die Kraft!

Ich kann mich noch genau an die Szene erinnnern........, an den Moment, der meine grösste Lebenskrise auslöste........., den ich aber, wenn ich heute darauf zurückblicke, nicht missen will! Du fragst dich vielleicht, wie ich zu dieser Ansicht gelangt bin. Ich glaube nicht, dass die Zeit alle Wunden einfach so heilt. Aber heute glaube ich daran, dass wir zu einem grossen Teil selber verantwortlich sind, ob und wie wir eine Krise meistern...., ob aus einer Not noch grössere Not oder aus Not Kraft wächst. Und zwar sind wir verantwortlich, ob wir uns helfen lassen wollen oder nicht.

Es war vor über 5 Jahren. Zu viert haben wir uns getroffen.... die beiden Leiter der Band, der Musikverantwortliche der Gemeinde und ich. Dass sie keine "gute" Nachricht für mich hatten, ahnte ich schon. Denn ich habe selber gemerkt, dass allein meine Ambitionen ein guter Saxophon-Spieler zu sein nicht genügten, um in dieser Band als Mitglied aufgenommen zu werden. Aber ich war schon immer ein Optimist...und ehrgeizig. Und bin es immer noch. Doch als sie mir eröffnet hatten, dass ich nicht genügte..., trug ich es zwar noch mit Fassung, verabschiedete mich freundlich, doch schon als ich durch die Tür gegangen war, realisierte ich den Zusammenbruch eines Gedankengebäudes, dass mir über einen Fünftel meines bisherigen Lebens, eine Bestimmung gegeben hat..., DIE Bestimmung! Und plötzlich war da nichts mehr, nichts mehr, gar nichts mehr!

SaxDer Ehrgeiz trieb mich über 8 Jahre meines Lebens die meiste Zeit in die Musik, ins Saxophonspielen zu investieren. 8 Jahre lang ein Ziel vor Augen zu haben und es dann nicht zu erreichen..., das kann ganz schön hart sein! Und noch härter ist es, wenn es sich nur um ein Teilziel handelt, dass man nicht erreichen kann. 

In meinen Träumen sah ich mich eines Tages auf grossen Bühnen auftreten, für Studioproduktionen als Saxspieler aufgeboten zu werden und eben auch in der erwähnten Band mitwirken zu können. Ich hatte diese Traumvorstellungen, teilte diese aber selten mit Freunden oder mit der Familie und lebte so in einer Traumwelt. Ich und mein Traum! Aber warum hatte ich in dieser Zeit einen solchen unrealistischen Traum? Warum trieb mich das an? War es wahre Leidenschaft für die Sache? Im Nachhinein musste ich feststellen, dass es mehr ein sich Beweisen wollen war, als echte Genialität in diesem Bereich, die einen Genie ausmacht. Heute kann ich zwar darüber schmunzeln, aber in der Situation habe ich nicht mehr klar gesehen. Und so war die Absage für mich persönlich der Tiefpunkt meines Lebens....., den ich heute aber nicht mehr missen wollte!

Es war zwar ein herber Zerbruch, aber dieser rüttelte mich auf, bzw. liess mich realisieren, dass ich mich vollends mit der Musik identifizierte und aus ihr die Bestätigung erwartete, die ich bis dahin nirgends gefunden hatte und doch so sehnlichst suchte. Ich erkannte, dass ich nun ohne Halt war. Auch mein Glaube gab mir zu jener Zeit keinen Halt, weil ich meine Aktivitäten und Vorhaben nicht auf den Glauben aufgebaut hatte, sondern meinen Glauben nach meinen Aktivitäten und meinen Vorhaben ausgerichtet hatte. Aber ohne diese machte auch der Glaube auf einmal keinen Sinn mehr, sodass ich Hilfe in Anspruch nehmen wollte und musste. Ich bin so froh, dass ich nicht in meinen Verletzungen liegengeblieben bin, sondern mir aktiv Hilfe gesucht habe. Ich fand schliesslich eine lebenserfahrene väterliche Person, die mir aufhalf, die mir Trost zusprach, die mir aber auch schmackhaft machte, was es bedeuten kann, wenn man sein Lebensfundament wirklich im Glauben an Jesus Christus gegründet hat. Aus diesem "Schmackhaftmachen" wuchs Neugier und ein Verlangen, mein Leben ganz neu in den Dienst und in die Obhut von Jesus zu stellen. Und dieses Verlangen wurde in einem Prozess, der über mehrere Jahre andauerte, gestillt.

Heute darf ich sagen, dass ich gern meinen Glauben bezeuge. Ich stehe mit beiden Beinen im Leben und habe gleichzeitig ein erfülltes Leben. Ich freue mich jeden Tag auf die Überraschungen, die Jesus für mich bereithält und davon könnte ich einige aufzählen. 

Sie fragen sich vielleicht, warum ich ihnen das alles hier offenbare und warum ich dies so öffentlich bekannt gebe. Nun das hat einen einfachen, aber genauso wichtigen Grund. Ich wünsche mir, dass alle Menschen in Not wieder in die Kraft kommen, bzw. dass sie vielleicht das erstemal in ihrem Leben in die Kraft kommen. Ich glaube, dass ein wahrhaft erfülltes Leben (und damit meine ich nicht Ruhm und Reichtum, das allein bringt kein erfülltes Leben) nur zustandekommt, wenn sich unser Weg mit Jesus Christus kreuzt und wir erkennen können, wie er über uns denkt und was er für alle Menschen getan hat. Dabei geht es mir weder um Religion noch Kirchenzugehörigkeit, sondern allein darum, Sie zu ermutigen, eine freundschaftliche Beziehung mit Jesus aufzubauen. Wenn wir ihm vertrauen, lässt er uns niemals im Stich, selbst dann nicht, wenn es im ersten Moment so aussieht. Jesus will nur das Beste für uns! Ich möchte Sie auch ermutigen, all die Scherben ihres Lebens nicht als Hindernis, sondern als Chance für einen Neuanfang zu sehen. Beginnen sie IHN, Jesus, zu suchen! Geben sie niemals auf, IHN das erstemal oder einfach noch besser kennenlernen zu wollen. Geben Sie Jesus eine Chance, ihnen zu beweisen, dass er es wirklich gut mit ihnen meint. Und darum: Lassen sie sich helfen!

Ihr Stefan Wanzenried

 

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