Banner Kachel Glanz komprimiert hoch

Meine Zeit

Woher die Zweifel doch nur kommen?
Was ist mit mir? Was wird mit mir?
Vom Rausch der Zeit noch ganz benommen,
seh' ich die Zukunft ganz verschwommen.
So flüstere ich: Ich folge Dir!

Meine Zeit steht in Deinen Händen.
Du sprichst zu mir: Ich will dich senden!

Meine Kraft, die spür' ich schwinden,
schwächer, schwächer - immer mehr.
Herr, so lass mich überwinden
und doch Deine Stärke finden
in dem Deinen Liebesmeer.
Meine Zeit steht in Deinen Händen.
Du sprichst zu mir: Ich will dich senden!

Grosser König, Herr der Herren,
höre ich nicht Deinen Ruf?
Mögen Zweifel an mir zerren,
will ich Dir, oh Herr der Herren,
trauen, Dir, der alles schuf.

Meine Zeit steht in Deinen Händen.
Du sprichst zu mir: Ich will dich senden!

Stefan Wanzenried / 1987

 

 

Kontext:

Dieses Gedicht entstand nach Lehrabschluss, als ich als junger Erwachsener die Welt offen vor mir stehen sah. Motiviert von einem Kongress wollte ich in ein christliches Werk in den vollzeitlichen Dienst, bewarb mich auf einer Bibelschule und machte einen halbjährigen Sprachaufenthalt. Diese Zeit war eine schöne Zeit mit vielem Neuen... und doch stiegen in mir immer wieder Zweifel über meine Entscheidungen, die sich in diesem Gedicht niedergeschlagen haben.

Drucken E-Mail

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren