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Wie ein Strom in der Wüste

Wie ein Strom in der Wüste,
ein Lichtstrahl in der Nacht,
wie die Brandung der Küste,
eine Geburt in der Schlacht,
so erfreuend, so hell, so stetig, so ein Trost,
ist Dein „Umunssorgen“, so Du uns liebkost.

Wie ein Staubkorn im Weltall,
eine Nadel im Heu,
wie ein Floh auf dem Erdball,
wie das Forttreiben von Spreu,
so klein, so verloren, so unscheinbar, so leicht
stehn wir vor Deiner Grösse, misstrauisch vielleicht.

Wie ein Blitz im Gewitter,
eine Welle im Meer,
wie das Funkeln von Glitter,
ein Schuss aus dem Gewehr,
so schnell, so normal, so flackernd, so gezielt,
sich unser Leben auf Erden abspielt.

Wie das Blau unsres Himmels,
wie die Tiefe der Nacht,
wie das Wehen des Windes,
wie eine bunte Blumenpracht,
so manifest, so klar, so stetig, so schön,
ist Dein ewig Dasein, oh Gott, wunderschön.

Stefan Wanzenried / 25.12.2003

 

 

Kontext:

Dieses war lange Zeit eines meiner Favoriten-Gedichte. Da ich einmal mir viel Zeit nahm, die rechte Wortwahl zu treffen. Ein Gedicht über die Unscheinbarkeit des Menschen gegenüber Gottes majestätischer Grösse. Es entstand in einer relativen Hoch-Zeit meines Lebens, befreit von einer "unheilbaren" Krankheit.

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