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Kein Vergehen

Kein Vergehen ist das Verstehen,
wenn unvorhergesehen Freunde flehen,
ein Wiedersehen vorzusehen,
ohne Aufsehen und Missverstehen.

Nachzuempfinden ist das Wohlbefinden,
wenn nach kalten gelinden, recht stürmischen Winden,
wir uns wohlig winden und dann befinden,
schnell zu entschwinden, statt helfen zu schinden.

 In allen Ehren, wir manchmal uns wehren,
etwas zu entbehren und immer begehren,
nicht nur Möhren, lieber Fleisch verzehren,
besser wir solch Lehren nicht Vorzug gewähren.

Schnell vonstatten geht das Fressen der Ratten,
so kann im Windschatten, das Führen von Debatten,
über liebe Gatten in bequemen Hängematten
oder plumpen Schlafmatten, das Ereignis überschatten.

Kein Vergehen ist das Nichtverstehen
dieser Reimerei, also keine Keilerei!
Nehmt euch zusammen und ziehet von dannen!
Denn - sehet! Dort! Auch der Dichter ist fort!!!

Stefan Wanzenried / 2002

 

 

Kontext:

Eine spielerische Auseinandersetzung mit Reimen über das Verstehen, das Wohlbefinden und die Aufgaben eines Dichters. Dazu gibt es eigentlich gar nicht viel mehr zu sagen, als: Nicht ganz ernst zu nehmen!

 

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