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Momente

Nebelschwaden ziehen träge
Morgenlicht durchbricht das Grau
Ferne helle Glockenschläge
Raues Krächzen einer Krähe
Tausend Gräser voll von Tau.

Momente, die mein Leben formen
Momente, die das Leben schreibt
Entgegen vielen Zeitgeist-Normen
Ist dies ein Eindruck, der mir bleibt.

Federweiss die Wolkenschleier
Azurblau der Horizont
Auf der Wiese stelzt ein Reiher
In der Nähe auf dem Weiher
wassert nun ein Schwan gekonnt.

Momente, die mein Leben prägen
Momente, die das Leben schreibt
Entgegen lohnendem Erwägen
Ist dies ein Eindruck, der mir bleibt.

Herrlich ruhige Abendzeiten
Knisternd wärmt die rote Glut
Abendwolken, die sich weiten
Fledermäuse, die sanft gleiten
hungrig nach Insektenblut.

Momente, die mein Leben heilen
Momente, die das Leben schreibt
Entgegen vielen Kummer-Pfeilen
Ist dies ein Eindruck, der mir bleibt.

Wohlig schönes Zuhause-Fühlen
im ganzen Haus riecht es nach Zopf
in meinem Denken herumwühlen
sitzen auf gewärmten Stühlen
Gespräche lösen jeden Kropf.

Momente, die mein Leben werten
Momente, die das Leben schreibt
Entgegen abgeklärtem Bewerten
ist dies ein Eindruck, der mir bleibt!

Stefan Wanzenried / 11.08.2012

 

 

Kontext:

Dieses Gedicht entstand an meiner Feuersäule, die ich immer wieder gerne aufsuche, vielfach alleine, aber auch im Gespräch mit anderen Männern oder mit der Familie. Als ich gewahr wurde, wie ein einzelner Moment ein Geschenk sein kann, wie ein dankbares Herz aus einem Moment ein Geschenk machen kann, wie Alltäglichkeiten unseren Alltag bereichern können, sprudelten Reime nur so hervor. 

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