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An das Brautpaar

Das Warten hat ein Ende, das Sehnen hoffentlich nicht.
Wenn ihr euch heute bindet, mit den Worten schlicht:
„Dir will ich Treue halten, dich lieben und dich verstehen!“
Für eure Ehe wollen wir nun um Gottes Hilfe flehen.

Gott wird euch tragen, denkt immer daran.
Wenn Krisen kommen, geht ER euch voran.
Und kommen eure Grundsätze zutiefst ins Wanken.
Haltet euch an IHN! Ihr werdet es IHM danken.

Eure Liebe wird wachsen, wenn ihr sie selbstlos investiert
in euren Partner und so ihm liebend demonstriert,
dass ihr ihn annimmt und liebt mit all seinen Macken.
So werdet ihr manches Problem zum voraus schon knacken.

Ein Lächeln stets einander liebevoll schenken,
ist kostbar und wertvoll und fördert Umdenken.
Lächelt, seid froh und nehmt ernst eure Liebe,
das ist wie Oel im quietschenden Getriebe.

Lieben heisst nicht: Sich vergessen und ganz aufgeben.
Eure Liebe wächst nicht nur hinter Gitterstäben.
Lasst euch auch Freiheit, Hobby und Abenteuer,
und teilt die Freude an einem wohligen Feuer.

Ehe bedeutet manchmal auch heftigen Sturm,
es läuten nicht immer die Glocken vom Turm.
Verletzung, vielleicht Tränen sind die Folgen darauf.
Dann lasst bloss nicht den Dingen ihren Lauf.

Versöhnung und Vergebung und Vergessen,
sind heute leider seltene Delikatessen,
die im Eheleben gekocht und genossen werden.
Sie sind allerdings unerlässlich hier auf Erden.

Ihr braucht einander, mehr als ihr denkt.
Sonst hättet ihr euch nicht diesen Tag geschenkt.
seid einfühlsam, behutsam, eifrig verliebt
und auch mal der, der zuerst nachgibt.

Freut euch aneinander, jubelt und lacht
heute feiern wir mit euch, welche Pracht!
Das Fest soll für euch unvergessen bleiben
und nicht nur ein unnötiges Zeitvertreiben.

Und lasst Gott im Bunde der Dritte sein,
ER lässt euch mit Sicherheit nicht allein.
ER freut sich nun mit euch und gibt seinen Segen.
Für’s Jetzt, für’s Morgen, für’s ganze Leben!

Stefan Wanzenried / 29.09.2005

 

Kontext:

Dieses Gedicht war ein Auftragsgedicht. Ein Freund wollte an der Hochzeit eines befreundeten Ehepaars ein Gedicht von mir vorlesen und da er wusste, das Dichten meine Leidenschaft ist, fragte er mich dafür an, worauf dann dieses Gedicht entstanden ist.

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