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Winterzeiten

Winterzeiten – kalte Zeiten,
wo in Wintermänteln wir beschreiten,
Schnee und Eis – nicht ungefährlich,
gutes Schuhwerk unentbehrlich.
Sollen wir zuhause bleiben?

Winterzeiten – düstre Zeiten,
wenn auch düstre Gedanken uns begleiten,
weil die Sonne, Wärme fehlt
und uns Lebensfreude stiehlt.
Wollen wir die Freude missen?

Winterzeiten – hektische Zeiten,
wenn wir uns lassen dazu verleiten,
ruhelos im Advent zu hetzen,
und die Hektik so unterstützen.
Können wir auch Pause machen?

Winterzeiten sind schlechte Zeiten.
Die Widerlichste aller Jahreszeiten.
Wünsche mir Herbst, Frühling, Sommer,
lieber als Schnee, ein kräft’ger Donner.
Sind das unsre wahrhaften Gedanken?

Der Winter ist eine schöne Zeit,
wo Kinder spielen weit und breit.
Im Schnee sich tollen, Engel machen,
Schneeburgen bauen, sie dann bewachen.
Kann das wirklich so hässlich sein?

Der Winter ist eine heitere Zeit,
wenn unser Gemüt die Alltäglichkeit
des Winters lernt wertzuschätzen
und Schnee und Eis auf allen Plätzen.
Liegt die Entscheidung nicht an uns?

Der Winter ist eine ruhige Zeit,
voll Bedeutsam- und Andächtigkeit.
Es liegt an uns, die Zeit zu haben
sich an der Ruhe zu belaben.
Und merken, was die Zeit uns bringt.

Der Winter ist beides, düster und hell
mit einem Freund aber, eventuell,
eher schöner als trüb, in unserem Kopf
da löst sich wohl so mancher Knopf.
Kennst Du niemand, mit dem du reden kannst?

Stefan Wanzenried / 01.10.2003

 

 

Kontext:

Wieviele Vorurteile, bzw. Urteile es doch gibt. Auch für das Thema Winter! Den Einen ist es zu hekitsch, zu kalt, zu ruhig oder was auch immer! Heute finde ich den Aspekt des Freundes in der letzten Strophe äusserst interessant. Da ich selber zu jener Zeit noch nicht viele meine Freunde nennen konnte, mit denen ich über solche Fragen reden konnte, erwähne ich doch, dass es gut wäre, mit einem Freund auszutauschen. Da schlug sich wohl ein eigener Wunsch im Gedicht nieder!

 

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