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schulterschluss

Schulterschluss

Deinen Arm auf der Schulter, deine Achtung im Herz,
mein Freund, dies solltest du wissen:
Deine Zeit, die du gibst, löst Kummer und Schmerz,
Erhebt meinen Mut, mein Gewissen.  

Dein Ohr, das mir zuhört, deine Aufmerksamkeit,
mein Freund, bereitet mir Freude.
Dein Mitdenken und Helfen zu jeder Zeit
Erstarkt mein Lebensgebäude. 

Dein Rat, der nicht schlägt, nur Gutes mir meint,
mein Freund, ist nicht zu ersetzen.
Deine Sorge um mich, im Kummer vereint,
lerne ich aufs Neue nun schätzen. 

Auch ich lege auf deine Schulter den Arm,
mein Freund, mit Freude und ohne Verdruss
Und wenn’s uns schlecht geht in Kummer und Scham,
dann helfen wir uns auf im Schulterschluss.

Stefan Wanzenried / 09.07.2017

 

Kontext: Vor bald 4 Jahren habe ich angefangen, in regelmässig unregelmässigen Abständen Männer um mich zu scharen, indem ich sie einfach all paar Monate zu mir nachhause einlud. Gemütliche Stunden an einer Feuersäule oder im neu ausgebauten Weinkeller resultierten in gemütlichen Runden mit guten Gesprächen. Oftmals tiefer gehendere Gespräche als nur über Sport und Wetter. Gerade gestern abend war wieder so ein Schulterschluss, wie ich die Treffen genannt habe. Und daraus resultiert nun dieses Gedicht.

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